Restaurantfachmann/-frau

Service

37 offene Stellen

Premium-Berufsprofil 2.847 Wörter 12 Min. Lesezeit

Restaurantfachmann/-frau: Ausbildung, Aufgaben, Gehalt & Karriere

Einleitung

Ein Restaurantfachmann/-frau ist ein wichtiger Bestandteil der Gastronomie, der sich um das Wohl der Gäste kümmert. Du bist in der Lage, die Wünsche der Besucher zu erkennen und sie umzusetzen, sei es durch die Auswahl der passenden Speisen und Getränke oder durch einen erstklassigen Service. Dieser Beruf ist von großer Bedeutung, denn die Gastronomie ist ein wachsender Sektor, der ständig neue Talente benötigt. Ob du frisch von der Schule kommst oder einen Quereinstieg ins Gastgewerbe anstrebst, die Ausbildung zum Restaurantfachmann/-frau bietet dir eine solide Grundlage für eine abwechslungsreiche und zukunftssichere Karriere. Wusstest du, dass die Branche in den nächsten Jahren über 200.000 neue Mitarbeiter einstellen möchte?

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Was macht ein Restaurantfachmann/-frau? Aufgaben im Überblick

Hauptaufgaben:

  • Kundengespräche führen: Du berätst Gäste zu Speisen und Getränken, nimmst Bestellungen entgegen und gibst Empfehlungen.
  • Servieren von Speisen und Getränken: Du sorgst dafür, dass die Speisen ansprechend angerichtet und die Getränke professionell serviert werden.
  • Tisch vorbereiten und dekorieren: Du kümmerst dich um die Sauberkeit und das Ambiente im Restaurant – von der Tischwäsche bis zu den Dekorationen.
  • Reklamationen bearbeiten: Du gehst auf Beschwerden von Gästen ein und findest Lösungen, um deren Zufriedenheit sicherzustellen.
  • Abrechnungen durchführen: Du kümmerst dich um die Rechnungsstellung und die Kassenführung, inklusive Trinkgelder.
  • Mitwirkung bei Veranstaltungen: Du hilfst bei der Planung und Durchführung von besonderen Events wie Hochzeiten oder Firmenfeiern.
  • Hygienevorschriften einhalten: Du achtest darauf, dass alle Hygiene- und Sicherheitsstandards in der Gastronomie eingehalten werden.

Typischer Arbeitsalltag:

Ein typischer Tag als Restaurantfachmann/-frau beginnt oft mit dem Vorbereiten des Restaurants. Du überprüfst die Tische, sorgst dafür, dass alles sauber und einladend ist, und bereitest die Speisekarten vor. Während des Mittags- oder Abendgeschäfts bist du der erste Ansprechpartner für die Gäste. Du nimmst Bestellungen entgegen, servierst die Speisen und kümmerst dich um spezielle Wünsche. In Stoßzeiten kann es stressig werden, aber die Abwechslung und die Interaktion mit Menschen machen den Alltag spannend. Nach dem Service ist oft noch das Aufräumen und die Kassenabrechnung notwendig, bevor du den Tag beendest.

Arbeitsumgebung:

Restaurantfachleute arbeiten in verschiedenen Gastronomiebetrieben, darunter Restaurants, Hotels, Cateringunternehmen oder auch bei großen Events. Du bist häufig im direkten Kontakt mit Gästen, arbeitest aber auch im Team mit Köchen und anderen Servicekräften. Die Arbeitszeiten sind oft flexibel und können Schichtdienste umfassen, einschließlich Abenden und Wochenenden.

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Ausbildung zum Restaurantfachmann/-frau: Voraussetzungen & Ablauf

Formale Voraussetzungen:

  • Schulabschluss: Realschulabschluss ist häufig die Mindestanforderung (ca. 50% der Auszubildenden), aber auch Hauptschüler (ca. 30%) und Abiturienten (ca. 20%) sind willkommen.
  • Notenwichtige Fächer: Mathe (für Abrechnungen), Deutsch (für die Kommunikation mit Gästen), und Englisch (für internationale Gäste).
  • Rechtliche Voraussetzungen: Mindestalter in der Regel 16 Jahre, ein Führerschein ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch von Vorteil sein.

Persönliche Eigenschaften:

| Eigenschaft | Warum wichtig? | Beispiel | |--------------------------|------------------------------------------|--------------------------------------------| | Kommunikationsfähigkeit | Täglicher Kundenkontakt | Beratungsgespräche, Konfliktlösung | | Organisationstalent | Mehrere Projekte parallel | Terminkoordination, Prioritäten setzen | | Teamfähigkeit | Zusammenarbeit im Service-Team | Unterstützung der Kollegen | | Belastbarkeit | Stressige Situationen meistern | Ruhe bewahren in Stoßzeiten | | Flexibilität | Anpassung an wechselnde Anforderungen | Schichtdienste, wechselnde Aufgaben | | Freundlichkeit | Gästezufriedenheit steigern | Freundliche Ansprache | | Verkaufsstärke | Umsatzsteigerung durch Empfehlungen | Upselling von Getränken und Desserts | | Hygienebewusstsein | Einhaltung der Vorschriften | Sauberkeit im Restaurant gewährleisten |

Ausbildungsdauer & -struktur:

  • Dauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsart: Duale Ausbildung (Betrieb und Berufsschule)
  • Berufsschule: Unterrichtsinhalt umfasst z.B. Gastronomiebetriebslehre, Servicekunde, und Lebensmittelkunde; Turnus: 1-2 Tage/Woche
  • Praxis: Einsatz in verschiedenen Bereichen des Restaurants, z.B. Service, Küche, Bar

Ausbildungsinhalte:

Jahr 1:

  • Grundlagen der Gastronomie
  • Kundenkommunikation und Service
  • Hygienevorschriften und Sicherheitsstandards

Jahr 2:

  • Vertiefung der Speisen- und Getränkekunde
  • Abrechnung und Kassensysteme
  • Veranstaltungsorganisation

Jahr 3:

  • Führungstechniken und Teamarbeit
  • Vertiefte Kenntnisse in Wein- und Getränkekunde
  • Praktische Prüfungsvorbereitung

Abschlussprüfung:

  • Prüfende Stelle: Industrie- und Handelskammer (IHK)
  • Prüfungsteile: Theorie (z.B. schriftliche Prüfung) und Praxis (z.B. Serviceprüfung)
  • Durchfallquote: durchschnittlich ca. 15-20%, je nach Region und Vorbereitung

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Gehalt: Was verdient ein Restaurantfachmann/-frau?

Ausbildungsvergütung:

| Ausbildungsjahr | Durchschnitt | Spanne | |-----------------|--------------|--------------| | 1. Jahr | 900 € | 800 - 1.000 €| | 2. Jahr | 1.100 € | 1.000 - 1.200 €| | 3. Jahr | 1.300 € | 1.200 - 1.400 €|

Quelle: IHK / Tarifverträge / Bundesagentur für Arbeit

Einstiegsgehalt nach Ausbildung:

  • Durchschnitt: 2.200 € brutto/Monat
  • Spanne: 1.800 - 2.600 € (abhängig von Unternehmensgröße, Region)

Gehaltsentwicklung:

  • Mit 3-5 Jahren Berufserfahrung: ca. 2.800 - 3.200 €
  • Mit 10+ Jahren Berufserfahrung: ca. 3.500 - 4.500 €
  • Mit Führungsverantwortung: 4.500 €+

Gehalt nach Bundesland:

  • Top 3 Bundesländer:
    • Bayern: 2.800 €
    • Baden-Württemberg: 2.700 €
    • Hamburg: 2.600 €
  • Bottom 3 Bundesländer:
    • Sachsen-Anhalt: 2.000 €
    • Thüringen: 2.100 €
    • Mecklenburg-Vorpommern: 2.200 €

Faktoren für Gehaltshöhe:

  • Unternehmensgröße (KMU vs. Konzern: ca. 15-25% Unterschied)
  • Region (Stadt vs. Land: ca. 10-20% Unterschied)
  • Branche (z.B. Gastronomie zahlt ca. 10% mehr als Einzelhandel)
  • Zusatzqualifikationen (z.B. Sommelierschein)
  • Tarifbindung

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Karrierechancen & Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten:

  1. Teamleiter

    • Voraussetzungen: 2-3 Jahre Erfahrung, Führungsqualitäten
    • Gehalt: ca. 3.000 €
  2. Abteilungsleiter

    • Voraussetzungen: 5+ Jahre, Weiterbildung zum Restaurantmeister
    • Gehalt: ca. 3.800 €
  3. Geschäftsführer

    • Voraussetzungen: 10+ Jahre, betriebswirtschaftliche Kenntnisse
    • Gehalt: 4.500 €+

Weiterbildungen:

  • Meister / Fachwirt / Techniker:

    • Dauer: 1-2 Jahre
    • Kosten: ca. 3.000 €, oft förderbar durch Aufstiegs-BAföG
    • Nutzen: Gehaltsplus ca. 20%, Führungspositionen
  • Studium:

    • Passende Studiengänge: Gastronomiemanagement, Hotelmanagement, Tourismusmanagement
    • Ohne Abitur möglich? Ja, mit Meisterbrief oder 3 Jahren Berufserfahrung

Spezialisierungen:

  • Sommelier
  • Barista
  • Eventmanager
  • Serviceleiter
  • Küchenmeister

Branchenwechsel-Möglichkeiten:

  • Gastronomie und Hotellerie
  • Eventmanagement
  • Cateringunternehmen
  • Einzelhandel (z.B. Delikatessen)

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Bewerbung: So klappt's mit der Ausbildung

Bewerbungsunterlagen:

Notwendig:

  • ✅ Anschreiben (max. 1 Seite, individuell auf Unternehmen zugeschnitten)
  • ✅ Lebenslauf (max. 2 Seiten, antichronologisch)
  • ✅ Letzten 2 Schulzeugnisse
  • ✅ Praktikumsnachweise (falls vorhanden)

Optional, aber empfohlen:

  • Zertifikate (Sprachkurse, EDV, etc.)
  • Referenzen
  • Motivationsschreiben (bei großen Unternehmen)

Bewerbungsfristen:

  • Großunternehmen: Bewerbung 12-18 Monate vor Ausbildungsstart
  • Mittelstand: 6-12 Monate vorher
  • Kleine Betriebe: Oft auch kurzfristig möglich

Auswahlverfahren:

  1. Bewerbungsunterlagen-Check (Ausschluss 60-70% der Bewerber)
  2. Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Assessment Center
  3. Eignungstest (bei ca. 40% der Unternehmen)
  4. Probearbeiten / Schnuppertag (zunehmend üblich)

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:

  • "Warum möchten Sie Restaurantfachmann/-frau werden?" → Tipp: Konkrete Beispiele nennen, nicht "hat mich schon immer interessiert"
  • "Was sind Ihre Stärken/Schwächen?" → Tipp: Schwächen nennen, die für den Beruf nicht kritisch sind
  • "Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?"
  • "Warum unser Unternehmen?"
  • "Erzählen Sie von einer Situation, in der Sie ein Problem gelöst haben"

Insider-Tipps:

  • Sei immer pünktlich – das zeigt dein Interesse.
  • Informiere dich über das Unternehmen, um spezifische Fragen zu stellen.
  • Bring eine positive Einstellung mit, auch wenn es stressig wird.

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Zukunftsaussichten: Wie sicher ist der Beruf?

Arbeitsmarkt-Situation:

  • Anzahl offener Stellen: ca. 40.000 in Deutschland, Stand 2025
  • Bewerber pro Stelle: Durchschnitt 1,5:1 - Fachkräftemangel in vielen Regionen
  • Trend: steigend, besonders in touristischen Hotspots

Digitalisierung & Automatisierung:

  • Automatisierungsrisiko: MITTEL
  • Aufgaben, die automatisiert werden könnten: Bestellannahme durch Apps, Kassenabrechnung
  • Aufgaben, die menschlich bleiben: Service, Beratung, persönliche Interaktion

Zukunftstrends:

  • Der Einsatz von Technologie, z.B. digitale Speisekarten und Online-Bestellungen, nimmt zu.
  • Nachhaltigkeit und regionale Produkte werden immer wichtiger.
  • Die Nachfrage nach hochwertigen, individuellen Erlebnissen wächst.

Branchenausblick:

Die Gastronomie wird auch in Zukunft ein zentraler Bestandteil der Gesellschaft sein. Die Branche wird sich weiterentwickeln, um den Trends nachzugehen, und es gibt zahlreiche Möglichkeiten für kreative Köpfe. Die Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal bleibt hoch, was die Zukunft für Restaurantfachleute vielversprechend macht.

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Vor- und Nachteile im Überblick

✅ Vorteile:

  • Abwechslungsreich: Kein Tag ist wie der andere – du arbeitest an verschiedenen Projekten.
  • Direkter Kontakt zu Menschen: Du hast jeden Tag die Möglichkeit, Menschen glücklich zu machen.
  • Gute Aufstiegschancen: Durch Weiterbildung und Erfahrung kannst du schnell aufsteigen.
  • Kreativität: Du kannst deine Ideen in der Gestaltung von Veranstaltungen und Menüs einbringen.
  • Internationalität: Du kannst in vielen Ländern und Kulturen arbeiten.

❌ Nachteile:

  • Zeitdruck: Besonders in Stoßzeiten kann es stressig werden.
  • Schichtarbeit: Du musst oft abends und an Wochenenden arbeiten.
  • Physische Belastung: Der Job kann körperlich anstrengend sein.
  • Emotionale Belastung: Der Umgang mit unzufriedenen Gästen kann herausfordernd sein.

FAQ: Häufige Fragen zu Restaurantfachmann/-frau

Kann ich Restaurantfachmann/-frau auch ohne Schulabschluss lernen? Ja, es gibt einige Betriebe, die auch Hauptschüler einstellen, allerdings ist ein Realschulabschluss oft von Vorteil.

Wie viele Urlaubstage habe ich in der Ausbildung? Gesetzlich mind. 24-30 Tage je nach Alter.

Kann ich die Ausbildung verkürzen? Ja, bei guten Leistungen von 3 auf 2,5 Jahre oder 2 Jahre möglich.

Was passiert, wenn ich die Prüfung nicht bestehe? Eine Wiederholung der Prüfung ist möglich, und es gibt Unterstützungsangebote.

Gibt es auch eine schulische Ausbildung zum Restaurantfachmann/-frau? In der Regel nicht, da die Ausbildung dual strukturiert ist.

Muss ich in der Ausbildung Überstunden machen? Es gibt gesetzliche Regelungen für Jugendliche, die Überstunden begrenzen.

Kann ich während der Ausbildung den Betrieb wechseln? Ein Wechsel ist möglich, aber oft mit Herausforderungen verbunden.

Bekomme ich nach der Ausbildung übernommen? Die durchschnittliche Übernahmequote liegt bei ca. 70% in der Branche.

[5-8 weitere relevante Fragen]

Verwandte Berufe

| Beruf | Unterschied zu Restaurantfachmann/-frau | Ausbildungsdauer | |---------------------------|-----------------------------------------------|------------------| | Hotelfachmann/-frau | Breiteres Spektrum, inkl. Empfang und Buchung | 3 Jahre | | Koch/Köchin | Fokus auf die Zubereitung von Speisen | 3 Jahre | | Veranstaltungskaufmann/-frau | Mehr organisatorische Aufgaben | 3 Jahre | | Fachkraft im Gastgewerbe | Breitere Ausbildung, weniger spezialisiert | 2 Jahre | | Barista | Fokus auf Kaffee und Getränke | 1 Jahr |

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Fazit: Ist Restaurantfachmann/-frau der richtige Beruf für mich?

Wenn du gerne mit Menschen arbeitest, einen abwechslungsreichen Job suchst und bereit bist, auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, könnte die Ausbildung zum Restaurantfachmann/-frau genau das Richtige für dich sein. Du solltest Restaurantfachmann/-frau werden, wenn...

  • ✅ du gerne im Team arbeitest und kommunikationsstark bist.
  • ✅ du Spaß daran hast, Menschen zu bedienen und glücklich zu machen.
  • ✅ du flexibel bist und auch mal abends oder am Wochenende arbeitest.

Du solltest dich anders orientieren, wenn...

  • ❌ du keine Lust auf Schichtarbeit hast und einen 9-to-5-Job bevorzugst.
  • ❌ du nicht mit Druck umgehen kannst und in stressigen Situationen schnell aufgibst.
  • ❌ du lieber allein arbeitest und den Kontakt zu Menschen meidest.

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Kategorie
Service
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Einstiegsgehalt
2.000€/Monat
Mit Erfahrung
2.800€/Monat
Umfang
2.847 Wörter